Gemäß der Energieeinsparverordnung sind Bauherren angehalten, energiesparend zu bauen. Beim Neubau kann das recht leicht realisiert werden, weil auf bereits gegebene Bedingungen bis auf die Bodenbeschaffenheit nicht geachtet werden braucht. Bei Altbauten muss der Einsatz von Wärmepumpentechnik immer verknüpft sein mit einer energetischen Sanierung, d. h. eine bessere Wärmedämmung, damit niedrigere Vorlauftemperaturen erreicht werden.
Ein Vorteil von Sanierungen besteht darin, dass der Warmwasserbedarf der Einwohner im Vorfeld genau ermittelt werden kann. Daran kann sich dann der Kessel und die Wärmepumpenanlage orientieren. Ist der Kessel einmal leer, so kann es nämlich Stunden dauern, bis wieder warmes Wasser, sofern die Warmwasserversorgung monovalent läuft, verfügbar ist.
Bei der Sanierung von Gebäuden und dem geplanten Einsatz von Wasser-Wasser-Wärmepumpen sollte das Erdreich vorab auf nutzbares Grundwasser geprüft werden. Dieses lässt sich oft erst in einer Tiefe ab fünf Metern finden.
Entscheidend für die höchsten Jahresnutzungsgrade sind die Vorlauftemperaturen. Wenn Altbauten saniert werden, sollte für den optimalen Einsatz von Wärmepumpen auf Fußbodenheizungen und Wandflächenheizungen gesetzt werden. Damit lassen sich Vorlauftemperaturen bis zu 35 Grad erzielen, wofür ein wesentlicher Teil der notwendigen Zusatzenergie gespart werden kann.
Eine wichtige Entscheidung zur Nutzung von Wärmepumpen sind die im Vergleich zur Gasheizung und Ölheizung geringen Folgekosten. Die Anschaffungskosten sind etwas teurer. Der Einsatz der Wärmepumpentechnik wird aber durch verschiedene Programme der KfW-Förderbank auch bei energetischen Altbausanierungen gefördert.
Bei Sanierungen von Altbauten bewähren sich Wärmepumpen auch deshalb, weil die Anforderungen nach der Energieeinsparverordnung einfacher zu erfüllen sind.

Beispielrechnung für eine Amortisierung bei der Investition in energieeffiziente Haustechniken bei einer Sanierung
Die Deutsche Energie-Agentur (DENA) hat am Beispiel eines freistehenden, unsanierten Einfamilienhauses (Baujahr: 1970) mit 150 Quadratmetern Wohnfläche die Amortisierung einer Erdwärmepumpe errechnet.
Ergebnis: Während eine Holzpelletsheizung bereits nach 7 Jahren und eine Solaranlage nach 8 Jahren amortisiert ist, benötigt die Investition in eine Erdwärmepumpe mit 13 Jahren fast die doppelte Zeit.
Dennoch ist die Investition in eine Erdwärmepumpe beim genauen Hinschauen die beste Wahl.
Grundannahme der DENA ist eine Steigerung der jährlichen Energiekosten um 6 Prozent.
| Energieeffiziente Technik |
Kosten | Förderung |
| Pelletheizung: Anlage und Lager |
17.000 Euro |
2.700 Euro aus Marktanreizprogramm (MAP) |
| Solaranlage: Solarthermische Anlage und modernes Brennwertgerät |
10.000 Euro |
785 Euro Basisförderung/Kesseltauschbonus |
| Erdwärmepumpe: Wärmepumpenheizungsanlage und moderne Hausdämmung |
47.000 Euro |
3000 Euro MAP, 4.700 Euro KfW-Förderung |
Die Investition in eine bessere Hausdämmung und in die Wärmepumpentechnik kostet dem Sanierer einen drei- bis vierfachen Kostenpunkt gegenüber Pelletheizung und Solaranlage. Am Ende steht aber ein modernes Haus. Bei der Pelletanlage und Solaranlage ist nur die Haustechnik modern, aber nicht die Gebäudehülle. Die laufenden Energiekosten lassen sich mit der modernen Dämmung und dem Einsatz der Erdwärmepumpe um 85 Prozent senken.
Die Amortisierung erfolgt trotz der erheblich höheren Investitionskosten in einer überschaubaren Zeit.
