Weitere Entwicklung

Weitere Entwicklung der Wärmepumpentechnik


Die weitere Entwicklung der Wärmepumpen wird gekennzeichnet sein mit der energetischen Sanierung von Altbauten und der Effizienzsteigerung der Anlagen.

Während in südlichen Ländern, Amerika und Japan eine Wärmepumpe immer in Kombination von Wärmung im Winter und Kühlung im Sommer verstanden wird, werden in Deutschland Wärmepumpen vorwiegend zur Brauchwassererwärmung und Raumwärme eingesetzt. Durch bessere Dämmungen mit Trend zum Passivhaus wird sich dieser Trend zur Warmwasserorientierung der Wärmepumpen zunehmen. In diesem Fall wird sich die kommende Technik auf hocheffiziente Lösungen einer wegen der Dämmungs optimal funktionierenden Frischluftversorgung in Kombination mit einer an der Wärmepumpe gekoppelten Wärmerückgewinnung konzentieren.


Wärmepumpen haftet der Ruf an, entweder ein- oder ausgeschaltet und schwer zu regeln zu sein. In Zukunft wird eine computergestützte Fernbetreuung möglich sein, die sich an die Zeiten des Wärmebedarfs orientiert. Leistungsregelungen werden demnach stark an Bedeutung gewinnen und die Technik komfortabler und effizienter machen.




Da die Zusatzenergie, die beim Betrieb von Wärmepumpen notwendig ist, in Deutschland hauptsächlich von fossilen Energieträgern stammt, werden auch dort Effizienzgewinne angestrebt. Für größere Objekte ist die Technik der Gaswärmepumpein Deutschland bereits ausgereift und wird auch beispielsweise in Schwimmbädern eingesetzt. Japan ist da schon weiter und nutzt diese Technik vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern. Es ist anzunehmen, dass sich dieser Trend auch in Deutschland einstellen wird. Durch eine Kopplung von Gas- und Dampfturbinenkraftwerk und einer Elektro-Wärmepumpen werden durch eine bessere Verbrennung Gasersparnisse von zirka 50 Prozent möglich.


Das Kältemittel in Wärmepumpen wird zunehmend weiterentwickelt und für den Betrieb der Wärmepumpe optimiert. Es gibt bereits Absorptionswärmepumpen, die bereits Kältemittel mit Lösungsmittel kombinieren, um die Zuführung von Zusatzenergie zu minimieren. Auf Basis natürlicher Kältemittel laufen bereits Forschungsvorhaben von Wissenschaftlern und Unternehmen.


Zur Kühlung von Gebäuden wird in Deutschland – auch dank der globalen Erwärmung – ein Nachfrageanstieg in den nächsten Jahren zu verzeichnen sein. Bereits gibt es Forschungen auf dem Gebiet der Nutzung von Niedertemperaturwärme zur Gebäudeklimatisierung im kleinen und mittleren Leistungsbereich.


Neben der Wärmepumpentechnik an sich wird auch das Einrichten von Erdwärmepumpen wird durch eine effizientere Technik geprägt sein. Erste Ansätze gibt es von Vaillant Geosysteme, die mit einem Bohrer mit 1000 bar Wasserkraft in die Tiefe vordringen. Die Technik wurde im September 2008 erstmals vorgestellt und zeigte einige wesentliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Bohrtechnik. Schlammemissionen an der Oberfläche wurden erheblich reduziert, weil die Bohrkronse mit der hohen Wassergeschwindigkeit das Gestein in kleinste Teile zerbröselte, die sich ans Nachbargestein festsetzte. Des Weiteren war die Bohrung bis zu fünfmal schneller und 30 Prozent günstiger als die Standardbohrtechnik. Es ist anzunehmen, dass sich aufgrund dieser Vorzüge das sogenannte geoJETTING durchsetzen bzw. weiterentwickeln wird.

Im Ergebnis lässt sich die Entwicklung und Zukunft von Wärmepumpen zusammenfassen in:

  • Effizienzsteigerung der Technik
  • Leistungsregelung und computergestützte Fernwartung
  • Einsparungen bei der Zuführung von Zusatzenergie
  • Zusatzenergie, die zunehmend von nichtfossilen Energieträgern stammt
  • Kombinationsgeräte, die im Sommer kühlen und im Winter heizen
  • schnellere, saubere und kostengünstigere Installation der Wärmepumpensysteme

 



 

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Publiziert am: Sonntag, 20. Juli 2008 (982 mal gelesen)
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